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PERSONAL-NEWS Nr.: 29.2024


AKTUELLE PERSONALVERÄNDERUNG IN DER BAU- UND IMMOBILIENBRANCHE


PERSONALENTWICKLUNG

Ab in den Urlaub – mit Arbeit im Gepäck
Viele Deutsche schaffen es nicht, ihre Arbeit im Urlaub beiseitezulegen. So lautet das Ergebnis einer Studie der Königsteiner Gruppe, für die 1.017 Beschäftigte zum Zusammenspiel von Urlaub und Beruf befragt wurden. Demnach geben 48 Prozent der Befragten an, bisweilen im Urlaub zu arbeiten. 13 Prozent tun dies sogar regelmäßig. 27 Prozent dieser Beschäftigten sind eigenen Angaben zufolge auch am Urlaubsort immer telefonisch erreichbar. 35 Prozent von ihnen geben immerhin an, gelegentlich in ihren Ferien für berufliche Anliegen ansprechbar zu sein. Vor allem Menschen mit akademischer Ausbildung können nur schwer von ihrer Arbeit lassen. Mehr als ein Viertel (28 Prozent) von ihnen nehmen daher immer ihren Laptop mit in den Urlaub, um notfalls auch im Hotel oder der Ferienwohnung zu arbeiten. Insgesamt tun dies 18 Prozent aller Befragten.

E-Mails checken gehört vielfach fest zum Urlaubsalltag
Inhaltlich beschränken sich die verhinderten Urlaubenden vorwiegend auf drei Tätigkeiten. So erledigen 18 Prozent der Befragten, die angeben, auch in den Ferien zu arbeiten, immer ihre E-Mails. Weitere 40 Prozent von ihnen geben an, dies gelegentlich zu tun. Zudem stehen Projektmanagement und administrative Tätigkeiten ganz oben auf der To-Do-Liste in der freien Zeit. Interessant ist, dass sich gemäß der Studiendaten auch Co-Working- Spaces, immer mehr bei arbeitenden Urlaubenden durchsetzen. Immerhin jeder fünfte Beschäftigte hat schon einmal im Urlaub aus einer solchen Location gearbeitet. Bei Akademikern liegt dieser Anteil sogar bei über einem Viertel der Befragten (28 Prozent).

Arbeiten im Urlaub eher kein Karrieresprungbrett
Die Minderheit der Beschäftigten, die auch in der eigentlich schönsten Zeit des Jahres arbeiten, tut dies aus Karrieregründen. Einen Karrieresprung erhoffen sich nämlich „nur“ 22 Prozent der Teilnehmenden durch ihr Engagement. 45 Prozent der Befragten sind dagegen der Auffassung, dass die Urlaubsarbeit keinen Einfluss auf ihre beruflichen Ambitionen hat. Die meisten Beschäftigten gehen indes trotzdem davon aus, dass ihre außerplanmäßige Arbeit im Unternehmen eher positiv bewertet wird, im privaten Umfeld dagegen eher negativ. So glauben 37 Prozent von ihnen, dass ihre Kolleginnen und Kollegen ihren Einsatz zu schätzen wissen. Nur 15 Prozent befürchten, dass das eigene Engagement im Kollegenkreis nicht gut ankommt. Deutlich mehr als die Hälfte (57 Prozent) glauben zudem, mit ihrer Mehrarbeit bei der eigenen Führungskraft punkten zu können. Nur im Familienkreis, da sind sich viele von ihnen einig, wird das Engagement weniger geschätzt, weil es eben auf Kosten der gemeinsamen Freizeit geht. Mehr als jeder Zweite (51 Prozent) ist überzeugt, dass die eigene Familie die Arbeit im Urlaub alles andere als gut findet.

Die Deutschen nehmen im Schnitt 14 Urlaubstage im Sommer
Wie die Studie zeigt, nehmen sich die Deutschen den größten Teil ihres Jahresurlaubs im Sommer. Über alle Branchen hinweg beantragen sie 14 Urlaubstage für diesen. Zur Einordnung: Eine Analyse des Statistischen Bundesamtes zeigt, dass die tatsächliche Anzahl der genommenen Urlaubstage im Jahr 2022 bei durchschnittlich 31,8 Tagen lag, wobei auch zusätzliche freie Tage, wie Mutterschutzzeiten oder vom Unternehmen gewährte Brücken- oder Brauchtumstage berücksichtigt wurden.

Über die Umfrage: Für die Studie „Workation und Urlaub“ befragte das Kölner Marktforschungsunternehmen bilendi im Auftrag der Königsteiner Gruppe bundesweit 1.017 berufstätige Arbeitnehmer in allen Altersstufen. Dabei wurden je zur Hälfte Akademiker und Nichtakademiker befragt. 53 Prozent der Teilnehmer waren Männer, 47 Prozent Frauen. Der Befragungszeitraum lag im Mai 2024.
(Quelle: www.personalintern.info)
 

PERSONALRECHT

Schadensersatzpflicht des Arbeitgebers wegen verspäteter Zielvorgaben!

Sachverhalt
Der Arbeitnehmer war als Head of Advertising bei der Arbeitgeberin tätig. Aufgrund einer Betriebsvereinbarung stand dem Arbeitnehmer ein jährlicher Bonus zu, der sich nach unternehmensbezogenen und individuellen Zielen richten sollte. Die Ziele sollten jeweils bis zum 01. März eines Jahres einseitig von der Arbeitgeberin festgelegt werden. Für das Jahr 2019 wurden dem Arbeitnehmer und den anderen Führungskräften die Ziele für die variable Vergütung erst Ende September 2019 mitgeteilt, die sich aus einem Umsatzziel, einem EBITDA-Ziel und einem individuellen Ziel zusammensetzten. Nach seiner Kündigung erhielt der Arbeitnehmer einen Bonus ausgezahlt, der bezüglich der unternehmensbezogenen Ziele eine unter 100% liegende Zielerfüllung vorsah. Daraufhin verlangte er die Differenz auf Grundlage einer100%igen Zielerfüllung, da ihm die Unternehmensziele deutlich verspätet mitgeteilt worden seien. Hatte die Klage Erfolg?
Entscheidung
Ja! Das LAG Köln bejahte einen Schadensersatzanspruch des Arbeitnehmers in entsprechender Höhe. Das Gericht urteilte, dass eine pflichtwidrig und schuldhaft unterbliebene einseitige Zielvorgabe ebenso eine Schadensersatzpflicht auslöst, wie eine nicht abgeschlossene beidseitige Zielvereinbarung. Die Schadensersatzpflicht werde auch dann begründet, wenn eine Zielvorgabe erst zu einem derart späten Zeitpunkt innerhalb des maßgeblichen Geschäftsjahres erfolgt, dass sie ihre Anreizfunktion nicht mehr sinnvoll erfüllen kann. Sie sei dann so zu behandeln, als sei sie überhaupt nicht erfolgt. Ein derart später Zeitpunkt sei jedenfalls dann anzunehmen, wenn das Geschäftsjahr bereits zu mehr als drei Vierteln abgelaufen ist.
Praxishinweis
Boni, die anhand von jährlich zu definierenden Zielen abhängig gemacht werden, sind gerade bei Führungskräften weit verbreitet. In der Praxis erfolgen die notwendigen Zielvorgaben oder Zielvereinbarungen häufig nicht oder mit erheblicher Verzögerung. Besteht zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer keine Einigkeit über den dann ausgezahlten Bonus, der in diesen Fällen mehr oder weniger Gegenstand von Verhandlungen sein wird, sind Schadensersatzansprüche des Arbeitnehmers wegen unterlassener Zielvereinbarung möglich. Der Schaden wird typischerweise mit dem Betrag angesetzt, der einer 100%igen Zielerreichung entspricht. Arbeitgeber sind daher gut beraten, Zielvorgaben oder Zielvereinbarungen konsequent und zeitnah umzusetzen.
(LAG Köln, Urt. v. 06.02.2024 – 4 Sa 390/23)
(Quelle: Dr. André Bienek, ROTTHEGE Partnerschaftsgesellschaft mbB, Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Alfredstraße 220, 45131 Essen, Tel.: +49 201 61 62 60)  


PERSONALITERATUR

Arbeitslust statt Frust. Gemeinsam zu mehr Wertschätzung, Verbundenheit und Produktivität
Mitarbeitende sind häufig besser verbunden mit dem Internet als mit dem eigenen Unternehmen, den Kolleg:innen – und sich selbst. Kein Wunder: Es fehlt eine Arbeitsplatzumgebung, in der sie sich gehört und verstanden fühlen, ja, in der sie das Gefühl haben, etwas bewegen zu können. Immer mehr erleben sie deshalb Arbeitsfrust statt Lust. Damit soll jetzt aber Schluss sein.

Jonas Höhn zeigt Personalverantwortlichen, Mitarbeitenden und Führungskräften, an welchen Stellschrauben sie drehen können, um gemeinsam ein sicheres Arbeitsumfeld aufzubauen, als Team zusammenzuwachsen und die Performance aller nachhaltig zu steigern. Von aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen über motivierende Best-Practice-Beispiele namhafter Unternehmen bis hin zu konkreten „Quick Wins“ für Mitarbeitende und Führungskräfte – dieses Buch bietet inspirierende Impulse und praktische Handlungsempfehlungen, um bessere Arbeitsumgebungen zu schaffen und Zusammenarbeit positiver zu gestalten.

Und das Beste: Dafür ist keine radikale Veränderung nötig. Vielmehr lautet das Motto: „Mach nicht mehr, mach es anders!“

Autor: Jonas Höhn, ISBN: 978-3-96739-184-8 | Verlag: Gabal, 2024 | Preis: 29,90 Euro (inkl. MwSt.)   (Quelle: www.personalintern.info)


PERSONALGEDANKEN

„Das Glück deines Lebens
     hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab."

(Marc Aurel)

(Deshalb immer positiv denken)
(Lutz Kehrberg)


Diese Seite wird jeden Freitag aktualisiert. (letzte Aktualisierung: 12.07.2024)
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